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Spanisch an der Albert-Schweitzer-Schule

Warum soll man Spanisch lernen? 

Spanisch oder Castellano ist eine Weltsprache, die mehr als 500 Millionen Menschen weltweit sprechen und schreiben.

In mehr als 20 Ländern ist Spanisch die Amtssprache. In einigen Ländern, wie etwa den USA, Brasilien oder Haiti, ist Spanisch Verkehrssprache. So sprechen z. B. allein in den USA mehr als 45 Millionen Menschen Spanisch.

Deutschland pflegt wichtige politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu vielen spanischsprachigen Ländern, wie z. B. Spanien, Mexiko, Argentinien und Kolumbien.

Spanisch ist zudem eine der Amtssprachen der Vereinten Nationen (UNO) und der Europäischen Union (EU) sowie eine der wichtigsten Handelssprachen weltweit.

Die politischen und kulturellen, vor allem aber die wirtschaftlichen Kontakte zu Spanien sowie zu Mittel- und Südamerika werden immer intensiver. Daher eröffnet die Weltsprache Spanisch berufliche Chancen in Bereichen Handel, Banken- und Versicherungswesen sowie in europäischen und internationalen Organisationen.

Wann kann man mit dem Spanischunterricht beginnen?

Als zweite Fremdsprache wird Spanisch ab der 7. Klasse angeboten. In den Klassen 7 -9 wird Spanisch 4-stündig, in der Klasse 10 dreistündig pro Woche unterrichtet.

Die Oberstufe umfasst die einjährige Eingangsphase (E1/E2) und die zweijährige Qualifikationsphase (Q1/Q2/Q3/Q4).

In der Eingangsphase E1 wird der Spanischunterricht für alle mit drei Wochenstunden erteilt. Hier werden die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeit in der Qualifikationsphase durch die Lektüre kurzer Prosatexte und die Interpretation literarischer Texte vorbereitet.

Schülerinnen und Schüler, die in der Q-Phase Spanisch als Leistungskurs wählen möchten, können einen vierstündigen Orientierungskurs in der E2 besuchen. Der Leistungskurs in der Q-Phase umfasst fünf Wochenstunden. Die Schwerpunkte liegen auf der Lektüre epischer und dramatischer Literatur sowie der Behandlung wichtiger Themen der spanischen Geschichte, Politik und Kultur. Alle zwei Jahre bildet ein Land aus Lateinamerika ein Schwerpunktthema, aktuell ist dies Bolivien.

Die Albert-Schweitzer-Schule ist zentraler Studienmittelpunkt für die spanische und lateinamerikanische Sprache und Kultur in Offenbach. Der Leistungskurs Spanisch befindet sich auf der sogenannten „überschulischen Leiste“, sodass alle Schülerinnen und Schüler der Offenbacher Gymnasien die Möglichkeit haben, in Spanisch als Leistungsfach teilzunehmen.

Kann man  in der Oberstufe mit Spanisch beginnen?

Seit dem Schuljahr 2015/16 können Schülerinnen und Schüler, die aus einer Realschule oder Gesamtschule in die Oberstufe der Albert-Schweitzer-Schule (E-Phase) wechseln, Spanisch als späteinsetzende Fremdsprache wählen, sofern sie Spanisch nicht bereits als zweite Fremdsprache in der Mittelstufe belegt haben.

Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern der Albert-Schweitzer-Schule, das Abitur zu erreichen. Der Unterricht umfasst in der E-Phase fünf Wochenstunden, in der Q1/Q2 vier Wochenstunden und in der Q3/Q4 drei Wochenstunden.

Das Fach muss bis zum Abitur durchgehend belegt werden, kann also weder nach der E-Phase noch während der Q-Phase abgewählt werden. Außerdem muss Spanisch in die Gesamtqualifikation eingebracht werden. Dies setzt ein besonderes Interesse an Sprachen sowie eine entsprechend hohe Motivation und Leistungsbereitschaft voraus.

Was ist das Besondere des Faches Spanisch an der Albert-Schweitzer-Schule?

  1. Schüleraustausch / Studienfahrt

Seit 2012 gibt es an der Albert-Schweitzer-Schule einen gegenseitigen Schüleraustausch mit Spanien. Bisher fand der Austausch mit dem Gymnasium IES San Mateo in Madrid statt.
Im Schuljahr 2024/25 wird erstmals ein Austausch mit der IES Calderón de la Barca in Gijón (Asturias) durchgeführt.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern eine neue Region Spaniens zu entdecken.

Darüber hinaus haben Schülerinnen und Schüler des Spanisch-Leistungskurses und der Spanisch-Grundkurse im Rahmen der Vorbereitung auf das Landesabitur die Möglichkeit, eine Studienfahrt nach Barcelona zu unternehmen. Dort nehmen sie am Projektunterricht zum historischen Gedächtnis („Memoria Histórica“) und an Begegnungen mit Überlebenden der Franco-Diktatur teil.

  1. Spanisch-Sprachzertifikat

Die „diplomas DELE“ sind offizielle Zertifikate zum Nachweis spanischer Sprachkenntnisse, die das Instituto Cervantes im Namen des spanischen Ministeriums für Erziehung und Wissenschaft vergibt. Die Sprachdiplome sind international anerkannt und gelten sowohl im universitären Bereich als auch in der Berufswelt. In Spanien werden sie von Universitäten sowie öffentlichen und privaten Institutionen als offizieller Nachweis der spanischen Sprache anerkannt.

Wir freuen uns, dass wir im Schuljahr 2024/25 Vorbereitungskurse für dieses Prüfungsformat anbieten können und planen, dies auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

  1. Wettbewerbe

Seit dem Schuljahr 2014/15 organisiert das Fach Spanisch für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 bis Q2 einen Spanisch-Vorlesewettbewerb. Es gibt verschiedene Kategorien für die Jahrgangsstufen sowie für Muttersprachlerinnen und Muttersprachler. Die Siegerinnen und Sieger vertreten die Albert-Schweitzer-Schule beim Regionalentscheid und Finale des Spanisch-Vorlesewettbewerbs „Leo, leo… ¿Qué lees?“, den die Hessenwaldschule im Instituto Cervantes durchführt.

  1. Spanisch außerhalb des Unterrichts erleben

2006 wurde das Projekt „Rincón Cultural“ ins Leben gerufen. In dessen Rahmen finden regelmäßig Vorträge, Diskussionen, Klassenprojekte und Autorenlesungen nationaler und internationaler Ausrichtung statt. Die Schülerinnen und Schüler, die sich bereits in einem spanischsprachigen Land aufgehalten haben, können dort von ihren Erfahrungen berichten.

Zu den Höhepunkten des „Rincón Cultural“ zählten bisher z. B. die Besuche der Universitätsdozentin Pilar Montero (Spanien) mit dem Thema „Cuentos de Extremadura“ und die Lesung der Autorin Rosa Ribas (Spanien) aus ihrem Krimi „Entre dos aguas“ (in der deutschen Übersetzung: „Kalter Main“).

Die international bekannte Sängerin Niyireth Alarcón begeisterte uns mit ihrem Konzert in der „Alten Halle“ der Albert-Schweitzer-Schule. Außerdem hatten wir die Ehre, den weltbekannten Autor Jordi Sierra i Fabra (Spanien) bei uns zu Gast zu haben. Er las aus seinem Werk „Frontera“ vor und sprach im Anschluss daran mit unseren Schülerinnen und Schülern über seine Werke.

Darüber hinaus arbeitet die Albert-Schweitzer-Schule eng mit dem Instituto Cervantes in Frankfurt zusammen. Sie beteiligt sich an Bildungsprojekten wie „Escuela del Presente“ („Schule der Gegenwart“), die sich mit der Aufarbeitung des historischen Gedächtnisses der spanischen Gastarbeiter in Frankfurt und Umgebung beschäftigt.

Ebenso besucht sie Ausstellungen und Konferenzen, die für die Vorbereitung auf das Landesabitur relevant sind, etwa mit dem Autor Manuel Rivas („La lengua de las mariposas“).

Auch in Barcelona bestehen Kooperationen, und zwar mit der katalanischen Vereinigung ehemaliger politischer Gefangener des Franco-Regimes sowie mit dem Gymnasium Quatre Cantons. Gemeinsam wird dort das Projekt zum historischen Gedächtnis durchgeführt, das als Vorbereitung auf das spanische Landesabitur dient.

Wer unterrichtet in der Schule Spanisch?

Spanischlehrerinnen und -lehrer sind: Herr Álvarez, Frau Blanco Romero, Herr Camacho López, Frau Dindorf, Frau Galán-Ladero, Frau Geiser, Frau Ivan, Frau López Ferreirúa, Frau Rudolph und Frau Yevdokymova

Fachsprecherin: Frau Ivan
[1/2025]