
Italien-Studienfahrt 2025
Elf Schülerinnen und Schüler aus der Italienisch-AG nahmen vom 20. bis zum 25. September an einer ereignis- und lehrreichen Studienfahrt nach Turin teil. Hier ist der Bericht:
Am Samstagnachmittag flogen wir mit Air Dolomiti nach Italien. Als wir in Turin ankamen, war es schon dunkel. Rasch checkten wir in der Jugendherberge COMBO ein und liefen dann direkt ins Clapsy. Dort sollten wir fast jeden Abend essen.
Der Sonntag startete mit einer geführten Stadttour durch das Zentrum. Neben den historisch wichtigen Bauwerken aus dem Mittelalter, der Römerzeit und aus der Savoyer-Dynastie (Palazzo Reale und Palazzo Madama), wurden auch Bauwerke der neueren Geschichte, zu Zeiten Mussolinis, historisch beleuchtet. Auch Aberglaube und Mystik kamen bei dem Rundgang nicht zu kurz: Turin gehört nämlich sowohl zu den magisch positiven, wie zu den magisch negativen Städten der Welt.
Am Nachmittag gingen wir dann ins Museum des Palazzo Reale, wo wir die prächtigen Räume der ersten Könige der Italienischen Republik zu sehen bekamen.
Abends stürmte es so stark, dass wir es kaum ins Restaurant schafften. In der Nacht war die Straße vor unserer Jugendherberge überschwemmt. Zum Glück war am nächsten Tag nichts mehr davon zu sehen. Wir erfuhren aber, dass die Städte Mailand und Como unter Wasser standen.
Am Montag erzählte uns Frau Fortunato zuerst von der Inquisition, die in Turin Schlimmes angerichtet hatte, und sie zeigte uns den versteckten Eingang zu den Folterräumen der Dominikaner. Dann besuchten wir die Cattedrale di San Giovanni Battista mit der Sindone, dem Grabtuch Christi, und die Biblioteca Storica des Palazzo Reale. Am Nachmittag beeindruckte uns das Cinema del Museo, das in der Mole Antonelliana, einer über 100 Meter hohen Konstruktion, liegt.
Über einen gläsernen Fahrstuhl konnten wir ganz nach oben fahren und einen herrlichen Blick über Turin genießen. Der Turm gilt als ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt und ist auf zahlreichen Souvenirs zu finden. Zwischenzeitlich mussten wir befürchten, dass Frau Fortunato den Kampf mit dem weißen Filmhai nicht überstehen würde. Aber zum Glück ging am Ende alles gut aus!
Am Dienstag besuchten wir das Choco-Museo. Dort lernten wir vieles über die Herstellung von Schokolade und erfuhren auch, wie Turin zur Hauptstadt des Nougats wurde. Eine Schokoladenprobe beim bekannten Chocolatier Pfatisch rundete das Erlebnis ab.
Ein besonderes Highlight war der anschließende Pizza- Workshop in Alpignano. Das Dörfchen liegt in den Hügeln vor Turin und wir fuhren mit der Bahn hin. Dort fand im Centro Sociale Gavean ein Kurs der besonderen Art statt. Claudio, ein waschechter Pizzabäcker, führte uns in die Geheimnisse des Pizzabackens ein. Wir verarbeiteten sieben (!!!) Kilo Mehl und belegten die Teige auf jede nur erdenkliche Art.
Die selbst gemachten Pizzen schmeckten himmlisch! Am Ende überraschte uns Claudio auch noch mit einem Schokokuchen. Am späten Abend fuhren wir mit platzenden Bäuchen und Tüten voller Pizza nach Turin zurück.
Am Mittwoch hatten wir zuerst frei. Einige von uns gingen zum Markt und kauften sich tolle Taschen und Jacken zu supergünstigen Preisen. Andere hingegen gingen mit Frau Fortunato und Frau Sturm auf eine weitere Erkundungstour und entdeckten dabei das teuerste Restaurant und das schmalste Haus der Stadt.
Den Nachmittag verbrachten wir dann in der Sprachschule CIAO ITALY – Istituto Leonardo Da Vinci, wo wir spielerisch unsere Italienisch-Kenntnisse erweitern konnten.
Am letzten Tag stand das Ägyptische Museum auf dem Programm. Dieses ist das zweitgrößte nach dem Ägyptischen Museum in Kairo und war erst letztes Jahr renoviert worden. Wir wurden regelrecht überwältigt von den prächtigen Statuen, Sarkophagen und den zahlreichen Mumien.
Am Nachmittag ging es leider schon wieder Richtung Flughafen, und nach einer einstündigen Verspätung flogen wir dann zurück nach Frankfurt.
Die Studienfahrt war spannend, ereignis- und sehr lehrreich und hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Italien – Wir kommen wieder!
Eure Italienisch-AG
