
Das 40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC): Zukunft schon heute gestalten
Im 40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) forschten 16 besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus Hessen eine Woche lang an zukunftsweisenden Themen. Mit dabei war auch Tim Cornell von unserer Schule.
Am 6. Februar zeigten die Teilnehmenden eindrucksvoll, welches Potenzial in ihnen steckt: Souverän, selbstbewusst und mit einem klaren Blick für das Wesentliche präsentierten sie im Atrium der Firma Merck die Ergebnisse ihrer Forschungswoche an der TU Darmstadt. Rund 100 Gäste aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft verfolgten die Präsentationen.
Die acht Schülerinnen und acht Schüler aus insgesamt 16 Schulen hatten sich zuvor in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren gegen 119 Mitbewerberinnen und Mitbewerber aus 74 hessischen Schulen durchgesetzt. Im Jubiläums-Erfinderlabor erhielten sie die Gelegenheit, ihrer Begeisterung für Naturwissenschaften nicht nur nachzugehen, sondern echte Forschung hautnah zu erleben.
Im Mittelpunkt der Teamprojekte standen Hochleistungsmaterialien – Schlüsseltechnologien, die maßgeblich bestimmen, wie effizient Energie erzeugt und gespeichert werden kann, wie widerstandsfähig technische Bauteile sind und wie nachhaltig moderne Anwendungen funktionieren. Fortschritte auf diesem Gebiet sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit von Industrie, Mobilität und Energiewirtschaft.
Begleitet wurden die Projekte von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Darmstadt. Im Anschluss an die Präsentationen erhielten alle Teilnehmenden differenziertes Feedback von Expertinnen und Experten sowie ein Teilnahmezertifikat. Zusätzlich wurden sie mit einem Jahresabonnement der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft ausgezeichnet.
Tim Cornell arbeitete gemeinsam mit vier weiteren Teilnehmenden im Bereich der Materialwissenschaften. Eine Woche lang beschäftigte sich die Gruppe an der TU Darmstadt mit dem Recycling von Hochleistungs-Neodym-Eisen-Bor-Magneten. Betreut von Doktorandin Aybike Paksoy wurden sie in moderne Labormethoden eingeführt.
Dabei lernte Tim ein besonders Verfahren kennen, bei dem die Magnete in ein sprödes Pulver zerfallen, das anschließend strahlgemahlen wird. Besonders beeindruckte die Verbindung aus Hightech und höchster Präzision: Nach dem Strahlmahlen werden die Materialien im Lichtbogenofen aufgeschmolzen, um sie von Oxiden zu reinigen. Unter dem Rasterelektronenmikroskop konnte Tim schließlich die Mikrostrukturen der recycelten Magnete in faszinierender Detailgenauigkeit untersuchen.
Die Woche in Darmstadt bot nicht nur spannende Einblicke in nachhaltige Technologien, sondern auch einen direkten Zugang zur Spitzenforschung.
Seit inzwischen 20 Jahren lebt das Erfinderlabor vom Engagement zahlreicher Beteiligter – und auch das 40. Jubiläum war erneut ein voller Erfolg.
[Cin – 2/26]
