
„Wie nah geht uns das Leid in der Ferne?“
Am Montagabend, den 07.09.2026, waren Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, und seine Frau, die Publizistin und Politikwissenschaftlerin Saba-Nur Cheema bei uns zu Gast.
Mehr als 90 Schülerinnen und Schüler aus Oberstufenkursen in Geschichte sowie Politik und Wirtschaft und rund 30 weitere Gäste kamen in unserer Mensa zusammen, um über den Nahostkonflikt zu sprechen – ein Thema, bei dem Fakten und politische Positionen schnell auch sehr persönlich und emotional werden können.
Genau dafür nahmen sich unsere beiden Gäste viel Zeit. Meron Mendel und Saba-Nur Cheema beantworteten Fragen, erzählten von eigenen Erfahrungen, ordneten Hintergründe ein und gingen sehr offen auf die Beiträge der Schülerinnen und Schüler ein. Dabei wurde auch kontrovers diskutiert.
Als jüdisch-muslimisches Ehepaar erleben die beiden selbst, dass unterschiedliche Religionen und Biografien nicht trennen müssen. Diese Erfahrung war an diesem Abend immer wieder spürbar: Man kann unterschiedlicher Meinung sein, sich widersprechen und trotzdem respektvoll und empathisch miteinander umgehen.
Von 18 bis 20 Uhr entstand so eine ungewöhnlich offene und persönliche Gesprächsrunde, in der vieles zur Sprache kam und auch unterschiedliche Sichtweisen nebeneinanderstehen konnten.
Vielen Dank an Meron Mendel und Saba-Nur Cheema, an unsere Schülerinnen und Schüler und an alle Gäste für diesen besonderen Abend!
[Kch – 9/26]
